
Mein Wunsch ist es, über Formen und Farben das Herz der Menschen zu berühren,
zu erfreuen und auf diese Weise an ihrem Heilwerden mitwirken zu dürfen.
Da mein Vater 1941 im Krieg ums Leben kam, wuchs ich in dem Wissen heran, Beschützer für meine Mutter
und für meine Schwester zu sein. Auch als selbstständiger Geschäftsmann war ich Jahrzehnte eingebunden
in den Alltagsstress und die Fürsorge für Familie und Mitarbeiter.
Einige Jahre hindurch war die Jagd ein Ausgleich für mein von Arbeit geprägtes Leben. In dieser Zeit
erlebte ich schöne Erlebnisse, die mir die Natur offenbarte, aber es war auch eine Tatsache, dass durch
meine Hand Tiere den Tod fanden.
Ein einschneidendes Erlebnis rund um meinem fünfzigsten Geburtstag, bewog mich, die Jagd vollends
aufzugeben. Ich hatte ohnehin schon seit längerem das Gefühl, dass Jäger zu sein mir keine Freude mehr
bereitete, und so gab ich leichten Herzens alle meine Gewehre aus dem Haus.
Auch mir half Barbara Ljubi die Schattenseiten des Jagdlebens aus meinem Energiefeld herauszulösen
und Frieden zu schließen mit der Kreatur, die durch mich umgekommen war.
Ich habe rechtzeitig erkannt, dass sich etwas in meinem Leben ändern musste und habe als Suchender
den Menschenengel gefunden, der mitgeholfen hat, dass ich heute ein glücklicher Mensch geworden bin,
der die Schöpfung mit ganz anderen Augen sieht, und der seine Bestimmung im Malen seiner Seelenbilder
gefunden hat.
Heute schaffen meine Hände - durch die Gnade Gottes - wunderschöne Bilder, die mithelfen wollem,
das Licht zu verbreiten.
Ich danke Gott, der meine Hände führt!
Biografie:
Ich bin Jahrgang 1940. Besuchte von 1957-1960 die Meisterschule der Maler im Schloss Leesdorf
in Baden bei Wien und beendete sie mit der Meisterprüfung. Der künstlerische Einfluss von Prof. May beeinflusste
mich auch während meiner 35 Jahre währenden Selbstständigkeit.
Seit 1998 ist meine künstlerische Tätigkeit mein Lebensinhalt., der sich in Ausstellungen, Buchillustrationen
und Covergestaltungen ausdrückt.
Pressestimmen:
Ernst Siebenhofer präsentierte "Reflexionen der Seele".
Verdiente Beachtung fand eine Personalausstellung, die bis Donnerstag 6.4.2000 im Volkshaus Zeltweg
stattfand.
Die rund einhundetzwanzig Exponate zeigten in Aquarell-, Misch-, Airbrush- und Acryltechnik Blumenimpressionen,
Landschaften, Stilleben aber auch figurale Darstellungen.
Der Malstil des Künstlers ist weitgehend naturalistisch, mit leichter Neigung zur Abstraktion, wobei durch den
subtilen Umgang mit Farben und präzises Auftragen stets eine vollkommene Farbharmonie erzielt wird.
Die Arbeiten Siebenhofers sind von aktuellem Zeitgeist inspiriert und fordern den Betrachter förmilch zwingend auf,
seinen Empfindungen zu folgen.
Farben begleiten Ernst Siebenhofer seit jüngsten Tagen. Schon in der Grundschule ein begeisteter Zeichner und
Maler, lernte der, in Krakauebene( Bezirk Murau) Geborene, das Malerhandwerk, ehe er in der Meisterschule im
Schloss Leesdorf/Baden bei Prof. May (1957-60) seinen künstlerischen Schliff erhielt.
Es folgte die Eröffnung eines Maler- und Antsreicherbetriebes in Zeltweg. (1962-1997). Das ursprüngliche Ziel wurde
nie aus den Augen verloren und der Künstler beschloss in der Pension nur noch seiner ureigensten Neigung,
der Kunst, zu folgen.
Murtaler Zeitung
